Fehn-
und Mühlengemeinde seit 1633
Papenburg als älteste deutsche
Fehnsiedlung (Moorhufendorf) wurde 1630 gegründet. 3 Jahre später
entstand Großefehn als erste
ostfriesische Fehnsiedlung. Die von 4 Emder Bürgern begonnene "Verfehnung"
des Hochmoores (200 ha) bei Timmel erfolgte nach holländischem
Muster. Fehnkolonien entstanden stets nach gleichen Ablauf. Das Hochmoor
wurde auf Erbpacht von den ostfriesischen Grafen erworben und erschlossen.
Zunächst wurde ein Kanal gegraben um das Moor zu entwässern.
Dieser wurde im weglosen Moor gleichzeitig als Verkehrsweg genutzt.
Der Transport, der von Fuhrwerken nicht übernommen werden konnte
wurde mit dem Einsatz von Torfschiffen bewältigt. Von diesem Hauptkanal
aus wurden abzweigende sogenannte Nebenwieken (viele Straßennamen
sind nach den damaligen Wieken benannt z.B. Süderwieke oder Norderwieke)
in das Moor hineingegraben. Der Einsatz der Torfschiffe war gleichzeitig
der Beginn der sich stetig entwickelnden Binnenschifffahrt. Torf wurde
in Großefehn geladen und nach Emden und in die Krummhörn
transportiert. Das flachgehende, mit fast ebenem Boden ausgestattete
Fehnschiff war auch für Wattfahrten besonders gut geeignet. Bei
Flut und günstigem Wind segelte man über das Fehntjer Tief
(Flumm) und den Großefehnkanal durch die weiten Meeden zurück.
Noch heute besteht dieses dichte Netz aus Kanälen und Flüssen,
ideal für Sportboote oder Paddler. Es gibt ein großes Angebot
diese "alten Vekehrswege" zu erkunden z.B. mit dem Torfschiff
"Gretje" von Westgroßefehn über das Fehntjer Tief
nach Timmel.
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Die
Mühle, Pannekoekenschipp und Companiehaus, das sind die drei markanten
Punkte von Ostgroßefehn im Mittelpunkt der Gemeinde. Jann Focken
Müller ließ die Galerie-Holländer-Windmühle mit
Müllerhaus und Packhaus 1804 errichten. Mit ihrer Windkraft wurde
bereits um 1900 zusätzlich Stom erzeugt. Heute findet der Gast
hier eine Mühlengalerie mit Exponaten internationaler Künstler.
Im Müllerhaus residiert die Touristik Information. Vor der Mühle
ankert im Großefehnkanal Antje, einst Torfschiff, heute Pannkoekenschipp.
Schräg gegenüber steht das Companiehaus, in dem einst die
Fehnherren tagten. Heute Rast- und Gasthaus, um Ostfriesische Küche
zu genießen.
Die Adresse der Touristik Großefehn:
Tourist-Information
Großefehn
Kanalstraße Nord 82, 26629 Großefehn
Tel: 04943 / 920292 Fax: 04943 / 920294
Internet: www.touristik-grossefehn.de
E-Mail: touristikinfo@grossefehn.de |
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Die Gemeinde Großefehn wurde
im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1972 aus vierzehn Orschaften gebildet:
Akelsbarg, Aurich-Oldendorf, Bagband, Felde, Fiebing, Holtrop, Mitegroßefehn,
Ostgroßefehn, Spetzerfehn, Stackholt, Ulbargen, Timmel, Westgroßefehn
und Wrisse. Großefehn gehört zum Lankreis Aurich, Beziegsregierung
Weser-Ems.
Das Gebiet der Gemeinde Großefehn
ist gekennzeichnet durch die typisch ostfriesischen Wallhecken und Niederungsmoore,
durchzogen von vielen Wasserläufen und Fehnkanälen. das an
die Ortschaft Timmel angrenzende Breokzeteler Meer ist eins der wenigen
erhaltenen ostfriesischen Binnenmeere und steht mit den umliegenden
Niederungsgebieten unter Naturschutz. Zwischen dem Broekzeteler Meer
und der Ortschaft Timmel wurde ein Ferien- und Erholungsgebiet mit einem
ca. 20 ha großen See, dem Timmeler Meer angelegt. 1990 erhielten
die Ortschaften Timmel und Westgroßefehn die staatliche Anerkennung
"Erholungsort". |
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zur Gemeinde Großefehn gehörenden Ortschaften sind teils
typische Fehnlandschaften mit Kanälen, Schleusen und Klappbrücken,
teils alte Bauerndörfer mit alten ostfriesischen Kirchen und Ortskernen.
Von den früher im Bereich der Gemeinde Großefen zahlreich
vorhandenen Windmühlen, sind die Windmühlen in Bagband, Felde,
Ostgroßefen, Spetzerfehn und Westgroßefehn erhalten geblieben.
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